Auf Innovationstour – So kreiert man das perfekte Sprintteam

Geert Brookman ist R&D-Manager bei Repak, einer niederländischen Firma, das sich auf Tiefziehverpackungen spezialisiert hat.
Ihre robusten Verpackungsmaschinen werden weltweit für ihre Verlässlichkeit und Flexibilität geschätzt, vor allem in der Lebensmittelindustrie.

In diesem Interview gibt Geert Tipps, wie er das richtige Team für eine Sprintwoche auswählte bei 6’4” design manufactory und den ProduktStrategen.

Was war das Besondere an der Zusammensetzung Deines Sprintteams?

Ich hatte das ideale Team. Unter anderem einige Entwickler, die wissen, wie die Maschine funktioniert, aber nicht, wie man sie bedient.

Dann jemand aus dem Service. Er kennt sich aus mit allen möglichen Abweichungen, die beim Kunden gelöst werden müssen.

Dazu der Software-Ingenieur, der auch der Mitgründer der bestehenden Plattform ist.

Und schließlich der Inhaber. Um die DNA des Unternehmens zu erhalten und sicherzustellen, dass wir die Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt treffen können.

Was hat in dieser Hinsicht gut funktioniert?

Was wirklich gut funktionierte, war die Übersetzung aller Wünsche und Anforderungen des Benutzerszenarios und aller verschiedenen Benutzergruppen, zurück zu einem Szenario, das man in einem Prototyp erfasst.

Dies erzwingt eine Reihe von Entscheidungen. Man geht sehr bewusst damit um und kombiniert so viel wie möglich. Gleichzeitig ist man sehr fokussiert. Das spart viel Zeit.

Wie hat Deinem Team die Sprintwoche gefallen?

Die ersten Tage wurden als hart empfunden. Weil das eigene Wissen auf die Probe gestellt wird. Man muss eine Menge leisten. Es ist überwältigend und das habe ich auch als Feedback zurückbekommen.

Ich habe gemerkt, dass es half, um abends doch noch eben zu telefonieren und zu fragen: “Was ist heute eigentlich passiert?” Aber das war vor allem in den ersten beiden Tagen aktuell.

Am Mittwoch trifft man Entscheidungen und filtert diese. Dann wird es konkret. Damit fühlt sich jeder viel wohler – zumindest in meiner Teamzusammensetzung.

Und dann am Donnerstag, wenn man den Prototyp baut, sind natürlich alle voller Energie.

Wie waren die Interviews am fünften und letzten Tag für Dein Team?

Alle Teammitglieder waren begeistert. Darüber hinaus war das Feedback gemischt. Die einen haben es als eine Art entspannten Tag erlebt, um auf die Woche zurückzublicken: Was ist eigentlich dabei herausgekommen und wie reagiert man darauf?

Und manch anderer war nachmittags um drei Uhr total erledigt. Für ihn war das der letzte Spannungsbogen, der noch in die Woche passte.

Was war der größte Unterschied für Dich und Dein Team im Vergleich zu Ihrer traditionellen Arbeitsweise?

Normalerweise laufen Projekte über einen längeren Zeitraum parallel. Dann hat man eine sehr gestaffelte Aufmerksamkeit. Eine Sprintwoche ist dagegen sehr intensiv. Man konzentriert seine Kapazitäten sehr stark und man hat den ganzen Fokus auf ein Projekt.  Das ist eine echte Umstellung.

Was hat sich im Nachhinein als sehr nützlich oder wertvoll herausgestellt?

Letztendlich war ich positiv überrascht über die Einfachheit unserer Lösung. In den ersten beiden Tagen schien es keine Lösung zu geben. Dann ist man so weit weg von dem, was man erreichen will, dass man manchmal tatsächlich das Gefühl hat, “wohin führt das alles und bekomme ich überhaupt etwas zurück”.

Wenn man sieht, wie konkret alles am Freitag war und wie einfach die Lösung eines komplexen Problems tatsächlich geworden ist. Ich war schwer beeindruckt.

Lies im ersten Teil von Geerts Interview über seine Erfahrungen und das überraschende Ergebnis einer Sprintwoche bei 6’4” design manufactory.

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